Worum geht es?

Was ist RETIBNE?
RETIBNE steht für Reparaturwissen und -können als Element einer technischen und informatischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und beschreibt ein dreijähriges von der DBU gefördertes Projekt, das in die didaktische und methodische Entwicklung von Unterrichtsmaterialien mündet.

Warum?
Die technologische Entwicklung elektronischer Geräte führte in den letzten Jahren nicht nur in den Industrie-, sondern auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu einem rasanten Anstieg der Menge an Elektroschrott, der weitgehend unsachgemäß entsorgt wird und zu massiven Schäden in der Umwelt und beim Menschen führt. Die enorme Zunahme dieser Müllberge beruht u.a. auf dem Phänomen der Obsoleszenz. Neben der geplanten oder billigend in Kauf genommenen Obsoleszenz, bei der aus ökonomischen Gründen ein schneller Verschleiß wichtiger Bauteile zu einer vermeidbaren Nutzungsdauerverkürzung führt, sorgt die immer schnellere Abfolge von Innovationen für einen steigenden Anteil der funktionellen Obsoleszenz, weil die Kompatibilität älterer und neuer Geräte und Funktionen nicht mehr gegeben ist. Neben diesen von der Seite der Produzenten verursachten Formen nicht nachhaltiger Entwicklung tragen aber auch die Konsumenten entscheidend zu einer Verschärfung des Problems bei, indem vollständig funktionsfähige technische Artefakte entsorgt werden. Das Phänomen der Obsoleszenz wird begleitet von einer Abnahme des Bewusstseins für die Möglichkeit der Reparatur defekter Gegenstände und einer so zu erreichenden Nutzungsdauerverlängerung. Während noch vor wenigen Jahrzehnten die Reparatur ein bildungsrelevanter Bereich und die Sorge für eine maximale Nutzungsdauer selbstverständlich waren, spielen diese Themen heute weder in der Allgemeinbildung noch im Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen eine Rolle.
Hier setzt das Projekt an. Die Arbeitsgruppe Technische Bildung der Universität Oldenburg möchte in Kooperation mit dem Studiengang Informatik mit diesem Projekt die Reparatur als Bildungsaufgabe in den Technik- und Informatikunterricht allgemeinbildender Schulen implementieren.

Wer?
Insgesamt dürfen wir acht Institutionen zu unseren Kooperationspartnern zählen:

TU Berlin | Universität Duisburg-Essen| iTBH Universität Hamburg-Harburg | Universität Hildesheim | Universität Magdeburg | Universität Oldenburg | Universität Paderborn | Universität Vechta
Außerdem sind folgende Schulen beteiligt:
IGS Flötenteich | IGS Kreyenbrück | HRS Zetel | IGS Helene-Lange-Schule | OBS Uplengen