Methoden

Hier sind Methoden zum Thema Reparatur und BNE zu finden.

Artefaktrecherche

Mit der Methode der Artefaktrecherche sollen die Schüler/innen dazu angeregt werden, sich mit der Liefer- und Transportkette von Produkten des alltäglichen Gebrauchs auseinanderzusetzen und diese kritisch zu bewerten. Jedes Artefakt birgt eine Geschichte der Ressourcenentnahme und -aufbereitung, der Produktionskette und des Transportes der jeweiligen Teilprodukte bis hin zur Endfertigung und dem Verkauf. Auch der Konsum, Gebrauch und die Entsorgung haben vielfältige Einflüsse auf den Konsumenten, die Gesellschaft und die Ökosphäre, die sowohl positiver als auch negativer Natur sein können. Durch die Reflexion der Ergebnisse sollten die Schülerinnen angeregt werden, Kriterien für die Identifikation nicht nachhaltiger Produktionsbedingungen, wirtschaftlicher Strukturen und Konsumgewohnheiten zu identifizieren. Die Recherche soll dazu anregen, Alternativen zu etablierten Konsummustern zu diskutieren.

Jahrgangsstufe: ab 8

Stundenumfang: min. 4 DS. Je Gruppe 30 Minuten + Diskussion. Die Methode erfordert die Analyse mehrerer Produkte, um die Auswirkungen umweltzerstörender und ausbeuterischer Produktionsmethoden vergleichen und systemimmanente Strukturen herausarbeiten zu können.

Präsentation
Die Vortragenden präsentieren Entstehung und Nutzung/Entsorgung ihres Artefakts. Aufgrund der Komplexität der Produktionsbedingungen bei vielen Artefakten ist es ratsam, die Schüler/innen hinsichtlich der Schwerpunktsetzung zu beraten. Nach der Präsentation sollte Zeit sein, um mit der Gruppe über Fragen, Meinungen und Anregungen sprechen zu können.

Anleitung
Zu selbst gewählten Produkten recherchieren die Schüler/innen, woraus diese bestehen, woher und mit welchen Folgen die Ressourcen entnommen werden bzw. mit welchen Anbau- und Haltungsmethoden Pflanzen und Nutztiere produziert werden, welche sozialen und ökologischen Folgen mit der Produktion und Distribution verbunden sind und welche Folgen die jeweilige Form der Entsorgung für die Umwelt hat. Besonderes Augenmerk sollte auf die Rolle technischer Innovationen gelegt werden. Die Ergebnisse werden in Kleingruppen mit Hilfe von Power Point Präsentationen der Klasse vorgestellt. Ziel ist es, parallele Strukturen herauszuarbeiten und im Anschluss in der Gruppe zu diskutieren, wie negativen Entwicklungen alternative Konsum- und Nutzungsmuster entgegengesetzt werden können. Die Recherche kann als Hausaufgabe vergeben werden. In der Gruppe können die PPPs auch im Unterricht erstellt werden. Die Lehrkraft kann gegebenenfalls die Gruppe beraten und unterstützen.

Tipp: Bei der Auswahl der Artefakte sollen die Schüler/innen möglichst keine Begrenzungen erfahren. Wenn jedoch die Wahl auf ein Artefakt fällt, das eine sehr komplexe Problematik betrifft (bspw. Schweinefleisch), sollte die Lehrkraft bei Bedarf alternative Vorschläge machen. Die Recherche sollte als Hausaufgabe erfolgen, damit Zeit für eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Thematik möglich ist.

Reflexion:
Nachdem alle Gruppen ihre Präsentationen vorgestellt haben, diskutiert die Klasse ihre Eindrücke und Erkenntnisse. Falls der Wunsch nach Diskussion über alternative Wirtschafts- und Konsummodelle besteht, sollte dies unbedingt Berücksichtigung finden.

Weitere Methoden folgen in Kürze!