Earth Overshoot Day

Einführung

Das Konzept des Earth Overshoot Day ist eine Möglichkeit, die globalen Ressourcenverbräuche der Menschheit zu berechnen und das Missverhältnis zwischen der Biokapazität des Planeten und den globalen Verbräuchen der Menschheit sichtbar zu machen. Nach Berechnungen des Global Footprint Networks übersteigt der Ressourcenverbrauch sowie die Emission von CO² seit Mitte der 1970er Jahre die Reproduktionsfähigkeit der Erde. Mit der Berechnung des Earth Overshoot Day (Welterschöpfungstag) wird der Zeitpunkt benannt, ab dem – bezogen auf das Jahr – die Menschheit die erneuerbaren Ressourcen aufgebraucht sowie Aufnahmekapazität der Erde überschritten hat. Ab dem Earth Overshoot Day lebt die Menschheit – bildlich gesprochen - bis zum Jahresende auf Pump. Während im Jahr 1987 der Earth Overshoot Day auf den 19. Dezember fiel, waren 2016 die erneuerbaren Ressourcen schon am 13. August aufgebraucht. Die Folgen dieser Übernutzung sind Treibhauseffekte, da Wälder und Ozeane weniger Treibhausgase aufnehmen und abbauen können als erzeugt werden. Ein weiterer Indikator ist der Rückgang der Artenvielfalt aufgrund der Zerstörung ökologischer Systeme und die Zunahme nicht abbaubarer Müllberge sowie die Verseuchung des Bodens und der Meere. Auch die Überfischung zählt dazu. Das Konzept, den weltweiten Ressourcenverbrauch in ein Bild zu fassen, das breiten Teilen der Bevölkerung zugänglich ist, wird von Umweltschutzorganisationen begrüßt. Obwohl der langfristige Trend unbestritten ist, wird kritisiert, dass die Bemessungsgrundlagen z. T. unklar sind und es größere Schwankungen bei der Berechnung gibt.